Arbeitsmarkt-Situation in der Region Düsseldorf

05.01.2010, ein Bericht von Silke Lauenroth

R(h)einsicht: Arbeitsmarkt-Situation in der Region Düsseldorf

Das Jahr 2009 war kein gutes Jahr für die Wirtschaft. Im Zuge der Finanzkrise brach die Auftragslage zum Teil drastisch ein. Anders als befürchtet, blieb die große Entlassungswelle in der Region Düsseldorf bisher jedoch aus. Ob das 2010 so bleibt, ist allerdings fraglich.

Bisher blieb die Beschäftigung in der Region Düsseldorf relativ stabil – trotz Krise. Im Vergleich zum Jahr 2008 erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im vergangen Jahr in Düsseldorf um rund 500. Die Arbeitslosenquote stieg damit leicht von 9,1 % auf 9,2 % an. Einen Grund für den nur moderaten Anstieg sehen Experten vor allem darin, dass viele Unternehmen auf Kurzarbeit gesetzt haben. Als relativ krisenfest erwies sich bislang das Handwerk. Viele regionale Betriebe profitierten von den Konjunkturpaketen der Bundesregierung. Aufgrund der stärker gewerblich und industriell geprägten Wirtschaftsstruktur im Kreis Mettmann machte sich die Krise jedoch stärker als in Düsseldorf bemerkbar. 2009 stieg die Zahl der Arbeitslosen dort im Vergleich zum Vorjahr um 1.100 an.  Allerdings zeichnet sich ab, dass auch der Arbeitsmarkt in Düsseldorf die Krise wohl bald stärker zu spüren bekommt. Sowohl im Handwerk als auch bei den Unternehmen blickt man nur bedingt optimistisch in die Zukunft. Auch die Agentur für Arbeit rechnet damit, dass die Zahl der Arbeitssuchenden im Jahresverlauf steigen wird. Denn dauerhaft werden sich Arbeitsplätze nicht über Kurzarbeit sichern lassen.

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