Augenkrankheiten - Glaukom oder Grüner Star

10.04.2008

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Wissen Sie eigentlich was „Glaukom“ ist und welche Risiken dadurch entstehen können?

Das Auge ist eines der wichtigsten Sinnesorgane des Menschen. Ohne gutes Sehvermögen blieben uns große Teile der Welt verborgen, wir könnten uns nur noch schlecht orientieren, könnten Gefahren nicht mehr rechtzeitig erkennen, würden zudem die Vielfalt und Schönheit unserer Umwelt nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen.

Trotz der großen Bedeutung des Sehvermögens für unser gesamtes Leben achten nur wenige Menschen ausreichend auf ihre Augengesundheit. Umfragen haben gezeigt, dass ein Großteil der Bundesbürger oft jahrelang keinen Augenarzt aufsucht. Dabei gibt es erhebliche Risiken, die die Sehkraft mindern oder sogar ganz schwinden lassen können.

Sehr schleichend und schmerzlos verläuft zum Beispiel die Augenkrankheit Glaukom, auch Grüner Star genannt. Glaukome sind eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs und können in späten Stadien die Nervenzellen der Netzhaut (Retina) und des Sehnerven nachhaltig schädigen. Die Folge sind Gesichtsfeldausfälle, die typische Form des Sehverlustes bei Glaukom. Wenn Glaukome nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, können sie zu einer langsam fortschreitenden Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. Eine glaukomatöse Erkrankung verläuft meist unerkannt über viele Jahre und verschiedene Stadien hinweg. Es handelt sich um eine wahrhaft tückische Krankheit, denn ein Glaukom bereitet in der Regel keine Schmerzen und dem Glaukomauge ist äußerlich nichts anzusehen. Leider lassen sich Schädigungen der Netzhaut, die mit den Gesichtsfeldausfällen einhergehen, nicht rückgängig machen. Aber mit einer konsequenten Therapie kann der weitere Verfall des Gesichtsfeldes aufgehalten werden.

In der Regel reichen zur Behandlung Augentropfen. In Extremfällen, muss der Grüne Star operativ behandelt werden. Dazu wird das Auge an einer kleinen Stelle geöffnet, damit ein Teil des Kammerwassers ausfließen kann. Zudem kann durch ein so genanntes Sickerkissen dauerhaft Kammerwasser nach außen abfließen, um den Augeninnendruck auf Normalnieveu zu halten.

Ärzte raten generell ab dem 40sten Lebensjahr mindestens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Viele Patienten fürchten sich vor der Untersuchung, dabei ist die Messung des Augeninnendrucks komplett schmerzlos, wie Dr. Klaudia Huber von der Uni-Klinik Düsseldorf weiß.

Das Internet hält zahlreiche Informationen zum Thema Glaukom bereit. Näheres dazu unter www.glaukom.de oder bei Ihrem Augenarzt.


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