“Babyzeichen”: Verständigungshilfe für Eltern und Babys
11.03.2010, ein Bericht von Silke Lauenroth
Normalerweise fangen Babys etwa im Alter von einem Jahr an zu sprechen. Um die Kommunikation zwischen Eltern und ihren Kindern auch schon vorher zu unterstützen, bietet das Düsseldorfer Unternehmen „Sinneswandel“ einen so genannten „Babyzeichen“-Kurs an. Dabei lernen Eltern und Babys Gebärden, um sich besser miteinander verständigen zu können.
Konstantin zeigt „Licht“. Eine Gebärde, die er im „Babyzeichen“-Kurs von Katrin Hagemann gelernt hat. Seit 2007 bietet die Sozialpädagogin dieses Angebot in ihrem Düsseldorfer Unternehmen „Sinneswandel“ an. Es soll Eltern und ihre Babys bei der Kommunikation miteinander unterstützen, solange die Kinder noch nicht sprechen können. Derzeit nehmen fünf Babys im Alter von 8 bis 13 Monaten mit ihren Müttern oder Vätern an dem Kurs teil. Für 240 Euro geht es in 16 Sitzungen um Gebärden rund um die Lebenswelt der Babys. Zwei bis vier Monate kann es dauern, bis die Babys die ersten Gebärden zeigen. Grundlage für das Lernkonzept ist die Pädagogik von Maria Montessori, deren Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe ist. Dementsprechend versteht Katrin Hagemann die “Babyzeichen” als Hilfsmittel, das Eltern und Kind an die Hand bekommen, um sich besser miteinander zu verständigen. Doch die ausgebildete Montessoripädagogin Katrin Hagemann weiß, dass es auch Eltern gibt, die den „Babyzeichen“ eher skeptisch gegenüber stehen, zum Teil aus Angst, dass die Kinder dann nicht mehr richtig sprechen lernen. Dies sei aber nicht der Fall, so die Sozialpädagogin. Vielmehr würden sich die “Babyzeichen” von selbst wieder verlieren, sobald die Kinder anfangen zu sprechen.