Bezirksentscheid Vorlesewettbewerb
05.04.2011, ein Bericht von Janine Geifes
Lesen gehört in vielen Berufen zum Handwerk. Doch wie sieht es beim Nachwuchs aus? Textverständnis, darin haben Schüler in Deutschland bei der Erhebung der Pisa-Studie vor 10 Jahren noch schlecht abgeschnitten – das hat sich glücklicherweise bis heute verbessert. Wie gut Sechstklässler aber tatsächlich lesen können und wie viel Leben sie einem Text verleihen können, haben 15 Schüler aus Städten rund um Düsseldorf vorgeführt. Nämlich beim Bezirksentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbes des deutschen Buchhandels.
Seit vergangenem Jahr laufen die Qualifizierungsrunden zum bundesweiten Vorlesewettbewerb, angefangen beim Klassenentscheid. Nun stand der Bezirksentscheid in Düsseldorf statt.
Eine siebenköpfige Jury ermittelte den Sieger. Dabei gab es 3 Bewertungskriterien:
1. Die Lesetechnik: Hierbei wird bewertet, wie sicher und flüssig die Texte vorgelesen werden. Es geht um eine deutliche Aussprache, angemessenes Lesetempo und sinngemäße Betonung.
2. Die Textgestaltung: Die Jury achtet darauf, ob der Vorleser die Stimmung des Textes verstanden hat und sie an den Zuhörer weitergeben kann.
3. Das Textverständnis: Es gilt, den Textabschnitt in den Gesamtkontext des Buches einzugliedern und dabei dem Zuhörer eine verständliche Zusammenfassung zu geben. Außerdem prüft die Jury, ob der Textabschnitt in sich schlüssig ist, also einen verständlichen Anfang und ein ebenso verständliches Ende hat.
Die Teilnehmer lesen zwei verschiedene Texte vor: Einen zuvor unbekannten Text und einen Buchausschnitt, den sie selber gewählt und vorbereitet haben. Das Textverständnis wird ausschließlich für den vorbereiteten Ausschnitt bewertet.
Vom Bezirksentscheid geht es für die Siegerin weiter zum Landesentscheid. Der findet im Mai statt. Dort geht es um die Qualifikation für das Bundesfinale, welches im Juni ausgetragen wird.