Anzeige: Sonnenklar TV

Das Frischezentrum - der Düsseldorfer Großmarkt

04.08.2010, ein Bericht von Jennifer Hüttenhölscher

R(h)einsicht: Das Frischezentrum - der Düsseldorfer Großmarkt

Der Düsseldorfer Großmarkt ist das „Frischezentrum“ der Stadt. Mehr als 5 Millionen Menschen in Düsseldorf und der Region werden von hier aus mit frischen Lebensmitteln versorgt -  und während die noch friedlich schlummern, herrscht auf dem Großmarkt emsiges Treiben.

Der Großmarkt in Düsseldorf hat eine Gesamtgrundstücksfläche von ca. 165.000 qm. Darauf befinden sich Verkaufshallen, Lagerhallen, Büros, Be- und Entladeflächen. Der Großmarkt bietet nicht nur Händlern und Importeuren Platz, sondern auch Speditionen, Agenturen, Behörden und andere Firmen haben hier ihre Büros und Lagerflächen.

Auf einer Verkaufsfläche von ca.16.000 qm und Lager- und Kühlflächen von rund 8.500 qm bieten über 100 Händler ihre Waren für einen Kundenstamm an, der aus gewerblichen Wiederverkäufern und Großverbrauchern besteht. Das heißt, zur Klientel gehören neben Einzel- und Großhändlern ebenso Gastronomen, Hoteliers und Betreiber von Großkantinen.

Das vielfältige und bunte Treiben auf dem Gelände im Düsseldorfer Norden wird noch weiter belebt durch einen Blumengroßmarkt, Fischgroßhändler oder von Bauern, die selbst angebaute Produkte anbieten. Die Palette der angebotenen Waren reicht über Obst, Gemüse, Blumen und Fisch weit hinaus. Neben Milch und Milchprodukten werden Getränke aller Art, Konserven, Trockenwaren und Geflügel angeboten.

Das tägliche bunte Treiben, das für den Nicht-Insider bisweilen sehr unübersichtlich wirkt, aber genau eingespielten Regeln folgt, findet nunmehr schon seit 65 Jahren jede Nacht von 2 Uhr bis zum Vormittag statt. Wer Waren kauft und natürlich auch wer sie anbietet, muß also ein Frühaufsteher sein. Aber es lohnt sich allemal. Eine ganz eigene Welt erschließt sich in den Hallen, die in den Jahren 1978/79 und 1990/91 mit einem Aufwand von fast 60 Mio. DM neu errichtet wurden.

Und Handel ist das Stichwort, das heute noch genauso gilt wie in den Anfängen des Großmarktes. Hier kennen die Händler keine Preisbindung, hier gilt das Prinzip des Handelns, des Feilschens, des Geschäftemachens im besten Sinne des Wortes. Karton-, kisten-, zentner- und palettenweise wechselt hier die Ware den Besitzer. Seien es Bananen, Äpfel, Kartoffeln, Salate oder auch eine große Auswahl an tropisch-exotischen Köstlichkeiten, für deren Angebot der Großmarkt sehr bekannt und beliebt ist. Das hört nicht bei Kiwis, Mangos oder Ananas auf. Die Palette reicht bis zu den wenig bekannten Sorten wie Mangostan oder Rambutan, die auf der Speiskarte der Gastronomie den Gästen zu ganz neuen Geschmackserlebnissen verhelfen können. Auch hierfür gilt, die besten Sachen sind um 7 Uhr in der Frühe verkauft. Die Ware kann auch per Telefon bestellt und ausgeliefert werden. Die einmalige Atmosphäre des Großmarktes geht dabei allerdings verloren.

Anzeige

Anzeige: Entertain Studio - Telekom