Dreischeibenhaus: ThyssenKrupp zieht aus

16.06.2010, ein Bericht von David Artichouk und Silke Lauenroth

R(h)einsicht: Dreischeibenhaus: ThyssenKrupp zieht aus

Es ist eines der Symbole des deutschen Wirtschaftswunders: Das Düsseldorfer Dreischeibenhaus. 1960 wurde das Hochhaus errichtet, als Firmensitz für die Phoenix-Rheinruhr AG, die wenige Jahre später von der Thyssen AG übernommen wurde. Seit 50 Jahren ist das unter Denkmalschutz stehende Dreischeibenhaus also schon eines der architektonischen Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Doch nun stehen im Jubiläumsjahr große Veränderungen an: Die ThyssenKrupp AG zieht aus. Am 30. Juni muss das Gebäude „besenrein“ übergeben werden.

Das Düsseldorfer Dreischeibenhaus – ein Höhepunkt deutscher Nachkriegsarchitektur. 1960 errichtet, mitten in Zeiten des Wirtschaftswunders. Mit seinen 96 Metern Höhe Ausdruck eines wieder erstarkten Selbstbewusstseins.

Nicht nur die zentrale Lage im Herzen der Stadt hat das Dreischeibenhaus zu einem Düsseldorfer Wahrzeichen gemacht hat, sondern auch die für damalige Verhältnisse hochmoderne Architektur. Die drei parallel versetzten Baukörper, denen das Hochhaus seinen Namen verdankt, die Glas-Aluminium-Fassade – all das strahlte Klarheit und Eleganz aus. 

50 Jahre lang war das Dreischeibenhaus Sitz der Hauptverwaltung der ThyssenKrupp AG und ihrer Vorgänger-unternehmen. Nun zieht der Industrie- und Technologie-Konzern bis zum Ende dieser Woche aus. Am 30. Juni wird das Gebäude “besenrein” übergeben. Der Grund für den Umzug: ThyssenKrupp konzentriert seine Verwaltungsstandorte auf Duisburg und Essen.

Für 530 Mitarbeiter heißt es deshalb Abschied nehmen vom Dreischeibenhaus. Bereits am Montag werden sie in Essen ihre Arbeit aufnehmen.

Wie die Zukunft des Dreischeibenhauses aussieht, ist dagegen unklar. Für die 30.300 Quadratmeter Bürofläche scheint es noch keinen Nachmieter zu geben. Der Eigentümer des Gebäudes, eine Tochter der Deutschen Bank, will sich zumindest derzeit öffentlich nicht dazu äußern.

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