Hilfe für Guantanamo

24.06.2009, ein Bericht von Silke Lauenroth

R(h)einsicht: Hilfe für Guantanamo

Bislang zeigt die Bundesregierung wenig Bereitschaft, Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo in Deutschland aufzunehmen. Doch genau dafür setzt sich eine amerikanische Rechtsanwältin ein. Zurzeit ist sie in Deutschland, um mit Regierungsvertretern zu sprechen und um Vorträge über die Lage der Gefangenen zu halten. Heute machte sie dabei Station in Düsseldorf.

Die New Yorkerin Pardiss Kebriaei ist Anwältin der amerikanischen Nicht-Regierungsorganisation “Center for Constitutional Rights”. Sie vertritt mehrere der über 200 Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo. Zurzeit ist sie in Deutschland, um Vorträge über die rechtlichen Problem der Inhaftierten zu halten. In Düsseldorf sprach sie am Luisen-Gymnasium und an der Heinrich-Heine-Universität.

Außerdem setzt sich Pardiss Kebriaei dafür ein, dass Deutschland zwei ihrer Mandanten, den Syrer Abdul Nasser Khan Tumani und seinen Sohn Mohammed, aufnimmt.

Das Problem der Inhaftierten: solange kein Land bereit ist, sie aufzunehmen und sie aufgrund möglicher Verfolgung nicht in ihr Heimatland zurückkehren können, bleiben sie in Gefangenschaft.
US-Präsident Barack Obama hatte allerdings kurz nach seinem Amtsantritt im Januar versprochen, Guantanamo bis Anfang 2010 zu schließen. Dass es tatsächlich dazu kommt, Pardiss Kebriaei hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Sie wird weiter ihre Stimme erheben und für die Schließung des Lagers kämpfen.

Anzeige