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Wie wird eigentlich Altbier gebraut?

18.08.2010, ein Bericht von Sascha Sporschill

R(h)einsicht: Wie wird eigentlich Altbier gebraut?

Am Wochenende findet im Hafen das zweite Düsseldorfer Brauereifest statt. Wir haben das zum Anlass genommen, einmal zu schauen wie Altbier eigentlich hergestellt wird. Die beiden Ausrichter des Brauereifestes, Schumacher und Uerige, haben uns in ihre Bottiche schauen lassen.

Es handelt sich um das obergärige Brauen, mit obergärigen Hefen. Diese benötigen für die Umwandlung des Malzzuckers in Alkohol Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius. Damit war es auch während der warmen Jahreszeiten möglich, ein gutes Bier zu brauen. Untergärige Hefe, die zum Beispiel für das Brauen von Pils oder Export eingesetzt wird, braucht Temperaturen von 4 bis 9 Grad Celsius. Vor Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde im Jahre 1873, wurden diese Temperaturen nur im Winter und bei großen Eisvorräten erreicht. Da das Gebiet um Düsseldorf in dieser Hinsicht nicht gesegnet war, war das obergärige Brauverfahren dominierend und die dortigen Brauer blieben dem traditionellen Brauverfahren bis heute treu.

Die Biersorte Alt hat einen erfrischend herben Geschmack, der sich bei einer Temperatur zwischen acht und zehn Grad am besten entfaltet. Die dunkle Farbe rührt von einem höheren Anteil Darrmalz her (es gibt Malz in allen Helligkeitsstufen von „Pilsner Malz“ (hell) bis „Farbmalz“ (sehr dunkel)), bei dessen Herstellung durch Röstung Farbstoffe entstehen.

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