Zivildienst - Der letzte Tag
30.06.2011, ein Bericht von Janine Geifes
Abschiednehmen hieß es am Donnerstag (30.06.2011) – und zwar vom guten alten Zivildienst. Denn mit dem Ende der Wehrpflicht, war auch der Wehrersatzdienst vorbei. Sozialverbände haben schon früh Alarm geschlagen. Denn die Bewerberzahl für den Bundesfreiwilligendienst, der den Zivildienst ersetzen soll, ist zu niedrig.
Ab dem ersten Juli gehört der Zivildienst der Vergangenheit an. Stattdessen folgt der Bundesfreiwilligendienst. Doch bisher haben sich nur wenige Freiwillige gemeldet. Sozialverbände hoffen noch, dass sich das ändert. Denn immerhin ist die Zielgruppe groß.
Im Gegensatz zum Freiwilligen Sozialen Jahr, ist das Alter für den Bundesfreiwilligendienst nicht begrenzt. Jeder kann sich bewerben. Und auch die Dauer, wie lange der Bundesfreiwilligendienst geleistet werden soll, ist flexibel. Zuletzt dauerte der Zivildienst lediglich ein halbes Jahr. Der Bundesfreiwilligendienst soll im Durchschnitt ein Jahr lang absolviert werden. Längere aber auch kürzere Einsätze sind ebenfalls möglich. Unter 27-jährige sollen nach Willen des Gesetzgebers Vollzeit arbeiten, über 27-jährige mindestens 20 Stunden.
Dennoch, allein dem Düsseldorfer Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes fehlen nun die Freiwilligen. Im Vergleich: Vor einem Jahr wurde es zu dieser Zeit noch von 54 Zivildienstleistenden unterstützt. Mit der Abschaffung des Wehrersatzdienstes bleiben aktuell aber nur 18 übrig, die ihren Zivildienst verlängert haben. Der letzte Helfer wird Ende des Jahres gehen.
Ehrenamtliche und Freiwillige sind nun dringend gesucht! Interessenten können sich unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz Düsseldorf unter der Telefonnummer 0211 - 22 99 2000 informieren.